Fedora 11 64Bit mit Flash

Vor ein paar Tagen habe ich es das erste Mal gewagt ein 64Bit Linux auf einem Desktop-Rechner zu installieren. Bisher hatte ich stehts Bedenken wegen Browser-Plugins wie Flash und Java sowie einigen (WLAN-)Treibern die angeblich unter 64Bit weniger gut funktionieren sollen.

Eine Geschwindigkeitsvergleich konnte ich leider keinen aufstellen, da ich vorher keine 32Bit-Version von Fedora 11 verwendet und diese Version gegenüber seinem Vorgänger besser optimiert ist, z.b. wurde das System auf 586-CPUs optimiert. Warum hier nicht sofort zu 686 gegriffen wurde, ist mir nicht ganz klar, da ich stark bezweifle, dass jemand Fedora 11 auf einer über 10 Jahre alten Hardware installiert.

Nach der Installation fühlt sich das 64Bit-System sehr angenehm an und auch das Java-Browser-Plugin funktioniert Out-of-the-Box. Nachdem das Flash-Repository hinzugefügt und das Flash-Plugin installiert wurde, änderte sich jedoch leider nichts. Doch dann erhalte ich einen guten Hinweis von einem guten Kollegen und probiere nspluginwrapper.i586 zu installieren. Der Plugin-Wrapper zieht war (genauso wie wine) eine ganze Reihe an 32Bit-Libs als Abhängigkeiten mit (was das System nicht unbedingt schneller macht) führt jedoch zum gewünschten Ergebnis.

Ich kann daher bei Neuinstallation die direkte Verwendung von 64Bit-Distris wohlwollend empfehlen, nicht zuletzt, weil darin erstmals die gängigen CPU-Features wie SSE und weitere genutzt werden.

-glua

2 Responses to “Fedora 11 64Bit mit Flash”

  1. morricone says:

    Inzwischen sollte es das Flashplugin auch als 64bit Version geben.

    http://blogs.adobe.com/penguin.swf/2008/11/now_supporting_16_exabytes.html

  2. Markus says:

    >nicht zuletzt, weil darin erstmals die gängigen CPU-Features wie SSE und weitere genutzt werden.

    Mit Verlaub das ist ausgemachter Blödsinn. 64 Bit bringt zudem auch keinen Performance-Schub, sondern ist für jene interessant die mit mehr als 3GB arbeiten und großen Datenstrukturen, wie Datacenter etc.

    Gut es kostet nichts also nimmt man es mit, aber es kann auch in Einzelfällen langsamer sein wegen des anfallenden Overheads. Und zu bedenken ist ebenso, ein Programm muß für 64Bit designt worden sein, um Nutzen aus diesem zu ziehen. Eine simple Neukompilation wirkt hier keine Wunder.

    Kurzum SSE gabs auch schon zuvor 586/686 sollte man nicht mit Compiler-Einstellungen verwechseln etc. Slackware beispielsweise nutzt 486 :-) schlimm, oder? Natürlich nicht, alle Optimierung bezüglich SSE2+ usw. kommen natürlich ebenso zum Zuge.

Leave a Reply