OpenExpo

Bin gerade von der OpenExpo in Zürich zurückgekommen. Den langen Weg hab ich auf mich genommen, weil ich mir dachte ‘OpenExpo? Das klingt groß!’. Naja..das war sie leider nicht. Um ehrlich zu sein – ich finde den LinuxDay in Dornbirn größer.

Aber Größe ist bekanntlich ja nicht alles. Die OpenExpo war ein Teil einer größeren Messe zum Thema ‘Informationssicherheit’. Leider hatten diese Aussteller genau das gleiche Problem wie jene von der OpenExpo:

  • es war auf den ersten Blick nicht erkennbar, womit sich der Aussteller von den anderen Abheben möchte
  • man hatte nicht das Gefühl von Neugier, hier auf interessante Dinge zu Stoßen
  • manchmal redeten die Aussteller so intensiv untereinander, dass man sich nicht mal stören traute

Meine Erkenntnis daraus: OpenSource-Projekte müssen offensivere Werbung machen, sie müssen ihre Stärken besser verdeutlichen. OpenSource ist nur zum Teil eine Glaubensfrage, bzw. eine Lebensauffassung. Es bietet auch handfeste wirtschaftliche, praktische und technische Vorteile.

  • GNU/Linux wird in Distributionen ausgeliefert – die enthaltene Software ist auf einander abgestimmt und wird vom Distributor gepflegt, die Administration ist wesentlich einfacher als bei Einzelprogrammpaketen
  • Fehler in der Software können entdeckt und behoben werden
  • der Code kann auch für andere Architekturen oder mit anderen Versionen von Bibliotheken kompiliert werden
  • Configure- und Compiler-Optionen ermöglichen es das spätere Programm vorher schon zu optimieren
  • endlich kein Suchen mehr nach erworbenen Lizenzen oder Cracks um Software auszuprobieren

Werbung ist, dem Kunde zu erklären, was er braucht.
-glua

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