Das neue Internetprotokoll scheint in Europa und den USA sich derzeit nicht wirklich durchsetzen zu können. Jahrelang wurde versucht eine sanfte Migration zu starten, langsam einen Parallelbetrieb von IPv4 und IPv6 einzuführen, doch kurzsichtige Management-Entscheidungen scheinen diesen Prozess bislang aufzuhalten.
Auch bei der Telekom Austria scheint es bislang kein Pilotprojekt zum Betrieb von IPv6 bei Endkunden zu geben. Die übliche Antwort lautet:
- wir haben noch genug Adressen
- dass die IP-Adressen ausgehen, erzählt man sich ja schon seit Jahren (die Ironie dabei: der Termin des Endes rückt unverändert näher)
Asien, Südamerika und Afrika werden uns bei der Einführung des neuen Protokolls, das durchaus einige interessante Vorteile bietet, weit weit abhängen. Europa und USA werden daher wie schon bei der Einführung von OpenSource in der Verwaltung sich mit viel Geld den Anschluss an die aktuelle Entwicklung erkaufen müssen.
Vorteile von IPv6 sind beispielsweise:
- verbesserte Streaming-Fähigkeit
- höhere Sicherheit durch Protokollverbesserungen aber auch durch extrem große Adressbereiche
- kein NAT-Routing als Fehlerquelle
- einfache Konfiguration von LANs mit Adresskollisionsvermeidung
Wer Neugierde auf die neue Technik bekommen hat, kann sich mit dem IPv6-Tunnel-Tutorial auf Online-Tutorials.net einen IPv6-Tunnel einrichten bzw. sich einen Zugang zu einem Tunnel-Broker anlegen.
-glua