Das Event des letzten Monats in der OpenSource-Welt war der Release von Ubuntu 7.10 – teilweise wurden sogar Release-Partys veranstaltet. Nach meinen schlechten Erfahrungen mit Kubuntu 5.04 (wo blieb das Update von OpenOffice 1.99beta auf 2.0, das eine Woche nach dem Ubuntu-Release erschien?) und Ubuntu 6.06 (QT-Apps wurden einfach grauenhaft dargestellt) und Kubuntu 6.06 (hier verstümmelten Interface-Nazis sämtliche KDE-Dialoge) wollte ich der Distribution noch eine Chance geben.
Erster Versuch: Kubuntu
Die Installation verlief ohne Bugs, jedoch waren die teils englischen, teils deutschen Dialoge für meine Versuchsperson (ein Linux-Laie) mehr als verwirrend. Dass sich direkt nach der Installation Kubuntu mit dem Hinweis meldet, dass eine alte Version entdeckt wurde, welche aktualisiert werden muss, fügte dem ganzen noch das I-Pünktchen dazu. Auch nach allen Updates und dem Distributions-Upgrade waren einige Dialoge nicht komplett übersetzt.
Fazit: Für Computer-Laien unbrauchbar
Zweiter Versuch: Ubuntu
Zuerst dachte ich, es läge daran, dass Kubuntu (wieder mal) bei der Entwicklung vernachlässigt wurde, weshalb ich daraufhin noch die anderen Varianten probierte. Selbes Ergebniss – viele Hinweise, Dialoge, etc. sind nicht lokalisiert.
Dritter Versuch: Xubuntu
Bei dieser Variante machten sich die Entwickler nicht einmal die Mühe, den ‘Applications’-Button auf der Bildschirmleiste zu übersetzen.
Besonders Ärgert mich an der Sache, dass diese wenigen, aber wichtigen Übersetzungen einfach ignoriert wurden. Eine Distribution, die sich nach eigenen Aussagen mit Vista messen will, darf sich solche Schnitzer nicht leisten. Dass die Anwenderzielgruppe Computer/Linux-Laien sind, macht den Fehler nur noch bedeutender! Die Nachbesserungen hätten die Entwickler vermutlich keinen Tag gekostet und würden einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen.
-glua