Die deutsche Regierung hat die letzten Tage und Wochen Taten und Worte in die Welt gesetzt, dass mir die Worte wegbleiben.
Um die Sache verständlich zu machen: in der Bundesrepublik nördlich von Vorarlberg wurden per Gesetz sämtliche Werkzeuge verboten, welche von Programmieren, Systemadministratoren und Experten zum finden von Sicherheitslücken genutzt wurden. Diese Maßnahme sollte die Sicherheit erhöhen.
Eine Analogie wäre, Crash-Tests für Autos zu verbieten, oder alle Waffen inklusive spitzen Gegenständen (auch nicht für Polizisten). Natürlich sind diese Vergleiche nicht passend, da Crash-Tests in abgeschlossenen Anlagen ohne Fremdgefährdung statt finden und der Schusswaffen-Besitz bereits geregelt ist. Doch das Internet und der Computer sind neue Medien, die sich nicht mit etwas bereits Vorhandenem 1:1 vergleichen lassen. Genausowenig wie sich Autos mit Katapulten vergleichen lassen.
Die logische Folge aus dem neuen Gesetz: die Computersicherheits-Branche wanderte ab, Programmierer veröffentlichten keine Hinweise zu Sicherheitslücken mehr und Administratoren verzichten auf den Einsatz von diesen Werkzeugen. Ob ein System sicher ist, kann man nur noch erahnen (genauso wie Microsoft bei jedem neuem Windows behauptet, es sei sicher *g*).
Nun kam es dazu, dass deutsche Ministerien in Berlin teilweise durch gezielt angepasste Trojaner infiltriert wurden. Die Spur führt nach China – evtl. wollen die Chinesen die Bundeskanzerlin mit anderen Themen ablenken, damit nicht kritische Dinge wie Menschenrechte beim Besuch erläutert werden. Aber das sind Spekulationen
Doch die alles toppende Meldung kam wiederum von deutschen Politikern, die sich über den Mangel an Computersicherheits-Experten beschwerte!
-glua
