Datenschutz ist eine Sache, die von vielen von uns nicht mehr beachtet wird. Welche Daten hast Du z.b. beim letzten mal bei einer Registrierung für eine kostenlose Email-Adresse angegeben. Deinen Namen? Deine Anschrift? Dein Familienstand oder sogar Dein Einkommen? Wer bekommt diese Informationen? Werden sie über Deinen Namen und Dein Geburtsdatum miteinander verknüpft? Werden Sie evtl. beim nächsten Bewerbungsgespräch gegen Dich verwendet werden, weil Du mal in einem linken Forum etwas gepostet hast?
Dies ist nur eine Auswirkung des sorglosen Umgangs mit unseren persönlichen Daten. Was ist jedoch, wenn der Staat mit der Überwachung beginnt, das heißt, wenn die EU-Richtlinie umgesetzt wird, dass jeder Seitenaufruf, jedes Email, jede SMS und jedes Handygespräch protokolliert wird. Der Inhalt wird zwar nicht gelesen, es reicht jedoch, dass z.B. bei einem Handygespräch die Position des Anrufers, des Angerufenen, Datum/Uhrzeit, Dauer und Rufnummer für min. sechs Monate gespeichert wird.
Ich höre schon wieder die üblichen Argumente ‘Ich habe doch nichts zu verbergen’ – Totschlagargument: ‘Wieso werdet Ihr dann überwacht?’. Aber was ist, wenn wir wirklich was zu verbergen haben? Haben wir kein Recht auf Privatsphäre? Wer kontrolliert die Kontrollierer?
Oder ein anderes Beispiel: Jemand ist mit der Regierung unzufrieden – würde er sich noch trauen, seine Argumente zu äußern? Wer würde Probleme an die Öffentlichkeit bringen, wenn er weiß, dass er danach dafür büßen muss. Wenn man jede Kommunikation zurückverfolgen kann? Sogar die mündlichen, da unser kleiner piepsender Begleiter ständig seine Position verrät!
Es ist höchste Zeit, dem Datenschutz seine Priorität zurückzugeben, denn der Schaden wäre weitaus größer, als jener, durch den (Vorzeige-) Terrorismus.
-glua