Rund 400 bis 500 Mails pro Tag werden vom Mailserver von Open4Free als Spam markiert. Die Zahl ist derzeit relativ konstant, doch kommen so dennoch 10 Müllmails pro vorhandener Emailadresse jeden Tag. Spamfilter sind zwar ein passiver Schutz gegen den Müllberg, doch gibt es auch einige (nicht neue) Ideen des aktiven Gegenschlags.
Eine davon ist die Verwendung von SMTP-Tarpits. Dabei werden nicht benützte Email-Adressen verstreut, die auf einen Server zeigen, dessen einzige Aufgabe darin besteht, die Verbindung zum Werbemailer möglichst lange aufrecht zu halten und so das weitere Versenden zu verzögern. Diese Idee hat nur zwei Hacken: erstens bräuchte man Unmengen an gefälschten Adressen und zweitens lernen auch Spamer dazu.
Die andere Idee ist, die Spamer beim Sammeln der Adressen in die Irre zu führen. Diese HTTP-Teergruben sind Webseiten, welche ständig wieder auf sich selbst verweisen und so die Webcrawler für lange Zeit an sich binden. Durch geschickte Optimierung können so echte Webseiten vorgetäuscht werden, die jedoch von echten Menschen sofort als ‘Teergrube’ entlarvt würden.
spam.4-web.net ist beispielsweise eine solche. Schade nur, wenn, wie in den letzten Tagen, sich ein Crawler einer Suchmaschine darin verfängt, der sich nicht an die Anweisungen der robots.txt hält.
Wenn jedoch mehr dieser Teergruben exisiteren, können zumindest die Spamer für einige Zeit ‘Webmüll’ konsumieren. Email-Nutzer, verteidigt euch!
-glua