Online-Tutorials hat 2^8
May 14th, 2008Online-Tutorials.net hat es geschafft! Es bietet nun über 256 verschiedene HowTo’s, Tutorials, SourceCodes und sonstige Referenzen. Hoffen wir, dass es so weiter geht ![]()
Online-Tutorials.net hat es geschafft! Es bietet nun über 256 verschiedene HowTo’s, Tutorials, SourceCodes und sonstige Referenzen. Hoffen wir, dass es so weiter geht ![]()
Am Mittwoch ging leise unser zweiter Server online (Danke an Eric). “Butters” bietet uns nun die Möglichkeit verschlüsselt über VPN miteinander zu kommunizieren sowie Internet-Telefonie über das IAX2-Protokoll.
“Ich nehme jenes System, dass am besten für die Aufgabe geeignet ist”. Diesen Satz hört man öfters. Ich höre ihn oft von Windows-Sysadmins, die evtl. schon einmal einen Linux-Screenshot gesehen haben. Laut ihnen ist Linux oft nur etwas für Profis und Webserver, für alles andere müssen konservative Closed-Source-Firmen wie Microsoft, Apple und Oracle her.
In Diskussionen werden dann Linux-Befürworter oft zu Fanatikern degradiert, mit angeblich leichtsinnigen Denkweisen. Es wird auch die Begründung angeführt, der Markt wolle kein Linux - was natürlich auch von ihrer Anti-Linux-Propaganda herrührt.
Ich befürworte Linux in eigentlich allen Bereichen - auch für Einsteiger. Letztere kennen meist sowieso nicht den Unterschied zwischen Vista, Leopard und einer Linux-Distribution. Ihnen ist es auch egal, ob ein System kompliziert ist, denn für jede technische Handlung (Installation, etc.) wird sowieso der Computertechniker kontaktiert.
Aber zurück zum Argument ‘am besten geeignet’. Hier zeichnet sich OpenSource-Software durch seine freien Formate besonders aus. Anwender, die eine Datei im OpenDocument-Format zugesendet bekommen, müssen nicht um mehrere hundert Euro MS Office erwerben, sondern können gratis OpenOffice installieren. Bei Musik- und Video-Formaten (Vorbis, Theora) müssen keine Lizenzen zum Dekodieren bezahlt werden, sondern lassen sich auch problemlos mit freier Software nutzen. Freie Software, welche die Formate MP3, MPEG usw. unterstützt, bewegt sich meist in einer rechtlichen Grauzone.
In vielen anderen Bereichen (grafische Oberfläche, Sicherheit, Packet-Management) ist Linux dem Microsoft-Betriebssystem sowieso schon weit voraus.
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass es bei der Thematisierung Linux vs Windows nicht gleich zu Vereinfachungen wie angeblichen blinden Fanatismus kommt, sondern auf einer sachlichen Ebene mit einer nachhaltigen Perspektive (also auch mit Blick auf Standards, Herstellerunabhängigkeit sowie Kontrolle über den eigenen PC) geführt wird.
Seit mehreren Monaten stellt man bei der Wikipedia fest, dass Inhalte teilweise überkorrekt zensiert, gekürzt oder ganz gelöscht werden. Die Gründe dafür sind verschieden, das Ergebnis das gleiche: Informationen, die mal gesammelt wurden und abrufbar waren, werden wegrationalisiert.
Ein Beispiel dafür ist das Entfernen einiger Artikel über weniger bekannte Linux-Distributionen. Aus meiner Sicht sind gerade Informationen über weniger bekannte Dinge wichtig!
Weiters kommt es häufig vor, dass die Weblinks-Liste am Ende eines Artikel zurechtgekürzt wird. Solche überkorrekten User versuchen möglichst die Linkliste einzig auf die Homepage des Gegenstandes zu beschränken - weiterführende Informationen dürfen nicht im Artikel erwähnt werden, aber auch nicht verlinkt werden.
Als prominentestes Beispiel der letzten Tage möchte ich nun über Artikel über die Hilter Jugend berichten. Dieser hatte in der ursprüngliche Fassung über 40kB Inhalt und behandelte das Thema gut und umfassend. Nachdem der Artikel von einer deutschen Politikerin der ‘Linken’ als Verbreitung rechtsradikaler Informationen bezeichnet wurde, kam es zu einer Welle der Selbstzensur. Nach über 10 Bearbeitungen innerhalb kurzer Zeit wurden 3/4 des Inhaltes weggekürzt. Aus meiner Sicht ergeben sich hier zwei Probleme: Rechtsradikalismus lässt sich nicht durch Zensur, sondern nur durch Aufklärung und Aufarbeitung bekämpfen; bezüglich 3/4 Informationsverlustes ist jede Erklärung überflüssig.
-glua
Das Event des letzten Monats in der OpenSource-Welt war der Release von Ubuntu 7.10 - teilweise wurden sogar Release-Partys veranstaltet. Nach meinen schlechten Erfahrungen mit Kubuntu 5.04 (wo blieb das Update von OpenOffice 1.99beta auf 2.0, das eine Woche nach dem Ubuntu-Release erschien?) und Ubuntu 6.06 (QT-Apps wurden einfach grauenhaft dargestellt) und Kubuntu 6.06 (hier verstümmelten Interface-Nazis sämtliche KDE-Dialoge) wollte ich der Distribution noch eine Chance geben.
Erster Versuch: Kubuntu
Die Installation verlief ohne Bugs, jedoch waren die teils englischen, teils deutschen Dialoge für meine Versuchsperson (ein Linux-Laie) mehr als verwirrend. Dass sich direkt nach der Installation Kubuntu mit dem Hinweis meldet, dass eine alte Version entdeckt wurde, welche aktualisiert werden muss, fügte dem ganzen noch das I-Pünktchen dazu. Auch nach allen Updates und dem Distributions-Upgrade waren einige Dialoge nicht komplett übersetzt.
Fazit: Für Computer-Laien unbrauchbar
Zweiter Versuch: Ubuntu
Zuerst dachte ich, es läge daran, dass Kubuntu (wieder mal) bei der Entwicklung vernachlässigt wurde, weshalb ich daraufhin noch die anderen Varianten probierte. Selbes Ergebniss - viele Hinweise, Dialoge, etc. sind nicht lokalisiert.
Dritter Versuch: Xubuntu
Bei dieser Variante machten sich die Entwickler nicht einmal die Mühe, den ‘Applications’-Button auf der Bildschirmleiste zu übersetzen.
Besonders Ärgert mich an der Sache, dass diese wenigen, aber wichtigen Übersetzungen einfach ignoriert wurden. Eine Distribution, die sich nach eigenen Aussagen mit Vista messen will, darf sich solche Schnitzer nicht leisten. Dass die Anwenderzielgruppe Computer/Linux-Laien sind, macht den Fehler nur noch bedeutender! Die Nachbesserungen hätten die Entwickler vermutlich keinen Tag gekostet und würden einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen.
-glua
Bin gerade von der OpenExpo in Zürich zurückgekommen. Den langen Weg hab ich auf mich genommen, weil ich mir dachte ‘OpenExpo? Das klingt groß!’. Naja..das war sie leider nicht. Um ehrlich zu sein - ich finde den LinuxDay in Dornbirn größer.
Aber Größe ist bekanntlich ja nicht alles. Die OpenExpo war ein Teil einer größeren Messe zum Thema ‘Informationssicherheit’. Leider hatten diese Aussteller genau das gleiche Problem wie jene von der OpenExpo:
Meine Erkenntnis daraus: OpenSource-Projekte müssen offensivere Werbung machen, sie müssen ihre Stärken besser verdeutlichen. OpenSource ist nur zum Teil eine Glaubensfrage, bzw. eine Lebensauffassung. Es bietet auch handfeste wirtschaftliche, praktische und technische Vorteile.
Werbung ist, dem Kunde zu erklären, was er braucht.
-glua
Die deutsche Regierung hat die letzten Tage und Wochen Taten und Worte in die Welt gesetzt, dass mir die Worte wegbleiben.
Um die Sache verständlich zu machen: in der Bundesrepublik nördlich von Vorarlberg wurden per Gesetz sämtliche Werkzeuge verboten, welche von Programmieren, Systemadministratoren und Experten zum finden von Sicherheitslücken genutzt wurden. Diese Maßnahme sollte die Sicherheit erhöhen.
Eine Analogie wäre, Crash-Tests für Autos zu verbieten, oder alle Waffen inklusive spitzen Gegenständen (auch nicht für Polizisten). Natürlich sind diese Vergleiche nicht passend, da Crash-Tests in abgeschlossenen Anlagen ohne Fremdgefährdung statt finden und der Schusswaffen-Besitz bereits geregelt ist. Doch das Internet und der Computer sind neue Medien, die sich nicht mit etwas bereits Vorhandenem 1:1 vergleichen lassen. Genausowenig wie sich Autos mit Katapulten vergleichen lassen.
Die logische Folge aus dem neuen Gesetz: die Computersicherheits-Branche wanderte ab, Programmierer veröffentlichten keine Hinweise zu Sicherheitslücken mehr und Administratoren verzichten auf den Einsatz von diesen Werkzeugen. Ob ein System sicher ist, kann man nur noch erahnen (genauso wie Microsoft bei jedem neuem Windows behauptet, es sei sicher *g*).
Nun kam es dazu, dass deutsche Ministerien in Berlin teilweise durch gezielt angepasste Trojaner infiltriert wurden. Die Spur führt nach China - evtl. wollen die Chinesen die Bundeskanzerlin mit anderen Themen ablenken, damit nicht kritische Dinge wie Menschenrechte beim Besuch erläutert werden. Aber das sind Spekulationen
Doch die alles toppende Meldung kam wiederum von deutschen Politikern, die sich über den Mangel an Computersicherheits-Experten beschwerte!
-glua
Als ich das letze mal gelangweilt duch das Internet surfte kam ich auf eine Indymediaseite, welche die Besetzung eines Hauses in Frankreich dokumentierte.

Ich nahm dieses Bild mit Humor und dachte mir eigendlich eine gute Idee. Später war ich dann aber doch so gelangweilt, dass ich spontan in die Console wechselte um dort nach anarchismus zu suchen.
Und siehe da:
user@L0wrider:~$ apt-cache search anarchism
anarchism - Eine ausführliche Beschreibung der anarchistischen Theorie
user@L0wrider:~$ sudo apt-get install anarchism
Paketlisten werden gelesen… Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut
Im Speziellen handelt es sich hier um die AnarchismFAQ, nach dem downloaden kann man sie im Browser unter
file:///usr/share/doc/anarchism/html/index.html
bequem ansehen.
-SEppl
“Der deutsche Bürger hat noch nicht erkannt, wie ernsthaft die Bedrohung durch den Terrorismus für ihn ist!” - so und ähnlich lauten die Aussagen, die von deutschen Politikern gebetsmühlenartig wiederholt werden. Aber auch in Österreich ist die Situation gleich, wie eine Email-Anfrage von mir bei der ÖVP bewies.
Wie leben in ständiger Angst, nicht aber vor Terroristen sondern vor Politikern, die uns die Privatsphäre zu unserem eigenen Wohl wegnehmen wollen.
Zitat aus heise-online: ” Die Möglichkeit zu heimlichen Online-Durchsuchungen von Computern ist nach Ansicht von Beckstein dringend erforderlich , weil das Internet das ‘führende Medium für Terroristen’ geworden sei”.
Die Aussage ist vergleichbar mit ‘9 von 10 Terroristen essen vor einem Anschlag Brot’, oder ‘7 von 10 Terroristen besitzen einen PKW’. Wo aber bleiben hier die schützenden Maßnahmen? Wo bleiben die Bäckermeister, die an der Kassa nach dem biometrischen Ausweis bitten? Wo sind die Verkehrspolizisten, die hinter jeder Ecke die Autonummer mit für Terroristen typischen Kennzeichen vergleichen, wie ‘Allah 44′?
Onlinedurchsuchungen und Vorratsdatenspeicherung sind im Prinzip nichts anderes als gefährlicher Aktionismus; von Personen beschlossen, die nicht den Unterschied zwischen Firefox und Internet Explorer kennen. Jeder Netzwerktechniker, Programmierer und Systemadministrator weiß, dass man nie 100%ige Sicherheit erreichen kann und das eine Überwachung des gesamten Internets total sinnlos wäre. Sobald eine Nachricht verschlüsselt gesendet oder gespeichert wird, scheint es sich einerseits um Datenmüll o.ä. zu handeln, und müsste, falls sie entdeckt würde, erst geknackt werden. Und auch das Filtern nach verschlüsselten Daten bringt nichts, da nicht jede verschlüsselte Datei von einem Terrorist stammt.
Allein das Datenaufkommen am größten deutschen Internetknoten erreicht zu Spitzenzeiten 140GBit - das entspricht 4 herkömmlichen DVDs pro Sekunde! Kein Rechner bietet genügend Leistung, um in diesen Mengen nach Daten zu suchen, und wird die Suche verteilt ausgeführt, müsste man die Knoten wieder untereinader vernetzen - technisch nur mit großem finanziellen Aufwand möglich, wen überhaupt. Von Sinnhaftigkeit, Nutzen und Trefferquote kann hier keine Rede mehr sein.
-glua
“Revolutionäre sterben immer jung”, kommt es mir entgegen. Che Guevara muss im selben Atemzug als Beweis für die Behauptung herhalten. “Ich habe schon 4 Jahre mehr Lebenserfahrung als du, außerdem habe ich eine höhere Bildung”. Ich gehe, sage gerade noch ‘Tschau’. Verwirrt bin ich und verärgert zugleich. Die Person, mit der ich sprach kennt mich kaum. Auch Stunden später quälen mich noch die Überlegungen, wie die Person zu diesen Aussagen kam. “Höhere Bildung” - die Person meint damit die 3 jährige FH. Nicht schlecht, aber auch nicht so hoch, dass ich aufschauen müsste. Außerdem ist das Schulsystem sowieso im Eimer - darüber waren wir uns davor schon einig.
Es ging weder um Anarchismus noch um Revolutionen - es ging allein um meinen Traum, dass freie Software und das Distributionsprinzip herkömmlichen Betriebssystemen überlegen ist. Mein Gegenüber erklärte mir, dass er nicht gegen den Strom schwimmen möchte, solang er es irgendwie vermeiden kann. Sowas trifft mich - ich mag Zombies nicht. Und doch war er noch sehr sympathisch. Jetzt wirkt er auf mich überheblich und arrogant. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er das hier lesen wird. Und wenn ja, wird er sich und mich erkennen.
Träume und Visionen sind für mich wichtig - sie geben mir eine Richtung und einen Grund für mein Handeln. Und damit müssen andere leben können, dass ich meine eigenen Vorstellungen habe. Ich will nicht gegen den Strom schwimmen, ich will meine Lebensphilosophie umsetzen. “Tue dass, was für die Gemeinschaft und für dich am besten ist”. Die Gemeinschaft sind wir alle und ohne ‘ich’ kann ich auch nicht in der Gemeinschaft sein. Aber es hatte auch etwas Gutes, es gab mir einen Anstoß zum Nachdenken und bestätige mir, dass ich meinem Weg treu bleiben möchte.
-glua